FAQ

Therapeuten Empfehlung

Da der Biochemische Bund Deutschlands e.V. keine Kenntnis über die Erfahrung, das Können und die Seriosität der bundesweit verstreuten Therapeuten hat, kann er auch keine Empfehlungen aussprechen und hat das veraltete Therapeutenverzeichnis nicht wieder aufgelegt.
Die über 70 uns angeschlossenen regionalen Biochemischen Vereine kennen die Therapeuten ihrer Umgebung und im Umfeld ihres Vereins viel besser.
Bitte wenden Sie sich an den nächstgelegenen Verein.

Ist Biochemie Homöopathie?

Rund 100 Jahre vor Schüßler schuf der Arzt Samuel Hahnemann eine neue Therapieform, die Homöopathie. Mit jenen Stoffen, die in hoher Konzentration bestimmte Beschwerden hervorrufen, behandelte er eben diese Beschwerden, allerdings nachdem die Stoffe hoch verdünnt wurden. Potenzieren nannte er das Verfahren, die Ähnlichkeitsregel war das Prinzip.

Schüßler war ein begeisterter und erfolgreicher Homöopath, löste sich jedoch von der Ähnlichkeitsregel und stellte die Zufuhr der lebensnotwendigen Mineralsalze in den Vordergrund. Es betonte immer wieder "Mein Verfahren ist kein homöopathisches". Wohl aber benutzte er das homöopathische Herstellungsverfahren, um die sonst ungenießbaren Mineralen in eine nutzbare Darreichungsform zu bringen.

Was bedeutet D3, D6 und D12?

Bei der homöopathischen Herstellung (Potenzierung, Verreibung, Verdünnung) werden die Mineralsalze mit Milchzucker (Lactose) im Verhältnis 1:10 verrieben, bis eine homogene Mischung entsteht. D1 nennen wir das wegen der ersten Dezimalpotenz. Verfährt man mit dieser Mischung erneut so, entsteht eine D2, und so weiter. D3 hat also eine Konzentration des Ursprungsminerals von 0,001, das ist der Milligrammbereich, in dem sich die meisten Medikamente bewegen. D6 ist der Mikrogrammbereich. D12 verwendet die Biochemie nur im Ausnahmefall, und dort aus gutem Grund.

Je tiefer die Potenz desto höher die Konzentration. Darum erübrigen sich auch abenteuerliche Dosierungen von 60-70 Tabletten, wie sie teilweise empfohlen werden.

Dosierung

Die Standarddosierung lautet: 3 x tgl. 1-2 Tabletten im Munde zergehen lassen. Sie ersparen dem Mineral damit den langen Weg über Magen, Darm und Leberstoffwechsel, es kann direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.

Verschiedene Salze nimmt man nacheinander, eine Pause ist nicht erforderlich, es ist auch einerlei, ob vor oder nach dem Essen.

Schüßler empfiehlt, im gleichen Zeitraum nicht mehr als drei verschiedene Salze zu nehmen. Es müssen ja auch nicht alle Probleme, die sich über Jahrzehnte aufgebaut haben, auf einen Schlag in Angriff genommen werden. Auch möchte ich später, wenn sich die Beschwerden wieder einstellen sollten, wissen wer denn nun der Wohltäter war.

Lactose-Intoleranz

Alle Schüßler-Salze werden nach den Regeln des Deutschen Homöopathischen Arzneibuches hergestellt und sind mit Lactose potenziert. Es gibt keine Schüßler-Salze ohne Lactose, auch wenn manch unlautere Werbung das zu suggerieren versucht.

Die Lactose-Intoleranz ist immer mengenabhängig und macht erst beim Überschreiten einer individuellen Menge Beschwerden im Darmbereich. Bei der normalen Dosierung macht das keine Probleme. Falls doch, kann man auf Globuli ausweichen, die ohne Lactose hergestellt werden.

Weizen- oder Kartoffelstärke?

Damit die Tabletten in der Dose ganz bleiben, sich im Munde aber auflösen, bedarf es eines geeigneten und unschädlichen Bindemittels, am besten Stärke. Die Menge ist so gering, dass auch der Gluten-übermpfindliche Zöliakie-Patient bei normaler Dosierung keine Probleme kennt.

Viele Bücher - viele Widersprüche.

Jeder Autor bringt über die klassischen Schüßler-Empfehlungen hinaus auch immer seine eigenen, manchmal sehr subjektiven Erfahrungen ein. Die können im Einzelfall durchaus sinnvoll sein, lassen sich jedoch nicht immer verallgemeinern. Wir beschränken uns darum auf die treffsicheren Beobachtungen Schüßlers und auf das, was als belegt gelten kann.

Ergänzungsmittel

Lange nach Schüßlers Tod fügten andere die sogenannten Ergänzungsmittel hinzu. Einige Hersteller bieten die Nummern 13-24 an, andere gar bis Nummer 27, die aber aus unterschiedlichen Salzen. Einige davon mögen sicher auch sinnvoll sein, einige Anwendungen sind durch die ersten zwölf Funktionsmittel längst abgedeckt, und bei einigen würde Schüßler sich gar im Grabe umdrehen.

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